
Rhein Investors AG
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Guten Morgen liebe Leserin,
guten Morgen lieber Leser,
in den letzten Tage habe ich einige interessante Dinge gesehen und erlebt. Beeindruckt hat mich eine „Kinoführung“, die heutige Kinotechnik ist mehr als beeindruckend. Damit ist nicht nur die Technik der Filmvorführung gemeint, auch die Technik für den Verkauf der „Snacks“ und die damit einhergehende Logistik. In diesem Zusammenhang konnte ich etwas über die Kalkulation im Kino lernen. Das Kino lebt heute nicht mehr vom "Film-Verkauf" sondern die Gewinne auf "Snacks" bringen den Profit. Mitte Mai beginnt im Kino wieder die Blockbuster-Saison. Die Kinos leben aber nicht nur vom Billetterlös, sie haben weitere Einnahmequellen. Die Wichtigste sind Getränke und Snacks. Die Rentabilität liegt im Verkauf der Snacks, sagte mir unser Führer. Der Besucher muss im Durchschnitt für € 5.10 konsumieren. Von diesen Einnahmen gehen ca. 15% Personal- und sonstige Kosten ab. Und die Filme? Sie locken die Besucher an, aber sie sind wenig rentabel, da ca. 38% Verleihgebühr vom Umsatz abgeführt werden. Nach Auszahlung der Verleiher müssen sich die Kinos strecken, um ihre Betriebskosten zu decken. Und was ist der „Renner“ im Snackgeschäft? Natürlich Popcorn. Riesige Popcornmaschinen produzieren laufend den gewünschten Snack. Die Gewinnmarge liegt, je nach Betrieb, zwischen 70 und 90%. Deshalb führt der Weg zum Saal in Multiplex-Kinos an den duftenden Verkaufsständen vorbei. Das Popcorn ist gesalzen und Ziel erreicht, der Besucher bekommt Durst. Damit ist die nächste Einnahmequelle eröffnet. Zusätzlich sind die modernen Kinos komfortabel ausgestattet. Ein Tisch zum Abstellen der „Snacks“, genügend „Beinfreiheit“ und ein bequemer Sitz runden heute das Kinovergnügen ab. In den USA leben Kinos seit den 1970ern von den Snackständen. Popcorn macht dort 30% des Umsatzes und die Hälfte des Gewinnes aus. Am meisten konsumieren Jugendliche, am wenigsten Ältere. Am höchsten sind die Umsätze bei Familienfilmen wie «Ice Age», weil für Kinder Popcorn oder Glace zum Kinoerlebnis gehören. Genaue Umsatzzahlen behalten die Kinobetreiber für sich. Angst, dass Sie bei den Verleihern Begehrlichkeiten wecken ist der Grund. So forderte Disney bereits eine Beteiligung am Popcorn-Erlös, weil der Absatz durch seine populären Filme beflügelt werde. Eingebrochen ist der dritte und einst lukrativste Ertragspfeiler der Kinos, die Werbung. Diese Einnahmen liegen ganz bei den Kinos, machen aber nur noch 2,5% des Umsatzes aus. Vor vier Jahren waren es noch 10%. Das erklärt, warum Kinoketten mit Rabattkarten die Eintrittspreise senken: Sie brauchen Besucher, die Popcorn essen.
Wir wünschen Ihnen einen guten Start in eine „filmreife“ Woche.
Herzliche Grüsse
Frank Junker